Dierdorf startet in die Zukunft seiner Innenstadt
Mit dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) legt die Stadt den Grundstein für rund zehn Jahre Städtebauförderung im Programm „Lebendige Zentren“.
Dierdorf hat es geschafft: Die Stadt ist mit ihrer Innenstadt in das Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren – Aktive Stadt“ aufgenommen worden. Das hat das rheinland-pfälzische Innenministerium Anfang des Jahres bestätigt. Für Dierdorf ist das eine große Chance. Bund und Land unterstützen künftig Vorhaben in der Innenstadt mit 80 Prozent der förderfähigen Kosten.
Was ist ein ISEK?
Bevor gebaut wird, braucht es einen gemeinsamen Plan. Genau das ist das ISEK. Es beschreibt, wo Dierdorf heute steht, wohin sich die Innenstadt entwickeln soll und welche Maßnahmen dafür nötig sind. Am Ende steht eine Liste von Projekten mit Prioritäten, Kosten und Finanzierung. Das ISEK ist die Voraussetzung dafür, dass in den kommenden rund zehn Jahren Fördergeld nach Dierdorf fließen kann.
Worum geht es?
Im Mittelpunkt stehen drei Bereiche, die zusammen das Herz der Stadt bilden:
- Schlosspark mit Weiher: Wie kann der Park als Ort für Erholung und Begegnung gestärkt werden, und wie gelangt man gut aus der Innenstadt dorthin?
- Innenstadt mit Marktplatz: Was braucht die Innenstadt, damit sich die Menschen dort gern aufhalten, einkaufen und treffen?
- Holzbachaue: Welche Rolle kann der Holzbach künftig für das Stadtbild und die Freizeit spielen?
Dabei werden auch übergreifende Themen betrachtet, etwa Mobilität und Barrierefreiheit, Grün- und Freiräume sowie die Anpassung an den Klimawandel. Antworten auf diese Fragen erarbeitet das ISEK im weiteren Prozess Schritt für Schritt.
Auf guten Ideen aufbauen
Das ISEK fängt nicht bei null an. Bereits 2021 gab es eine Online-Beteiligung und 2025 Rundgänge durch die Stadt, bei denen Hinweise gesammelt wurden. Arbeitsgruppen haben daraus erste Maßnahmen für den Förderantrag entwickelt, etwa die Sanierung des Schlossweihers, die Neugestaltung des Marktplatzes oder einen Zugang zum Holzbach. Diese Ideen werden jetzt geprüft, ergänzt und zu einem Gesamtkonzept zusammengeführt.
Wer ist beteiligt?
Stadt und Verbandsgemeinde haben die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mit der Erarbeitung des ISEK beauftragt. Begleitet wird der Prozess von einer Lenkungsgruppe. Ihr gehören der Ausschuss für strukturelle Entwicklung, Wirtschaft und Umwelt mit Stadtbürgermeister Ulrich Schreiber sowie die Verwaltung der Verbandsgemeinde an. Die Lenkungsgruppe ist bereits zu ihrer ersten Sitzung zusammengekommen und hat gemeinsam überlegt, wofür die Dierdorfer Innenstadt in zehn Jahren stehen soll.
Wie geht es weiter?
Zunächst schaut sich die DSK die Innenstadt genau an und wertet vorhandene Konzepte und Ideen aus. Anschließend werden die Maßnahmen gemeinsam mit Fachleuten aus der Verwaltung weiterentwickelt. In einem Bürgerworkshop werden sie dann öffentlich vorgestellt. Dort können alle Interessierten sich informieren, Fragen stellen und weitere Hinweise zu den Maßnahmen geben. Den Termin geben wir rechtzeitig bekannt. Über den Stand des ISEK informieren wir regelmäßig hier sowie auf der Website und den Social-Media-Kanälen der Verbandsgemeinde.
Stadt und Verbandsgemeinde Dierdorf
