Wissenswertes über Stebach
Rot und Silber: Schlüssel und Abtstab Nach den Aufzeichnungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert erfolgte um 1135 Die Glocke:
Zeitgeschichte aus Stebach
Stebach (250 m ü. N. N. ) liegt im südöstlichen Teil des Landkreises Neuwied an der Grenze zum Westerwaldkreis. Stebach ist die kleinste der 5 Ortsgemeinden innerhalb der Verbandsgemeinde Dierdorf. Am 31. Dezember 1998 zählte sie 300 Einwohner mit Hauptwohnsitz. Die Gemarkungsgröße beträgt 238 ha, wovon 107 ha (ca. 45 %) Waldflächen und 105 ha (ca. 44 %) landwirtschaftliche Fläche darstellen. Der den Namen des Ortes tragende und in südlicher Richtung zum Sayntal fließende Bach entspringt oberhalb des Landschaftsweihers zwischen Giershofen und Stebach und mündet am Hofgut Adenroth zwischen Kausen und Breitenau in den Saynbach. Die Gemarkung liegt innerhalb des Naturparks Rhein-Westerwald. Verkehrsmäßig ist Stebach durch die von Großmaischeid nach Dierdorf führende K 119, sowie die aus Richtung Kausen kommende K 118 erschlossen. Der früher durch die Landwirtschaft geprägte Ort hat sich zu einer reinen Wohngemeinde entwickelt, mit einem gewissen Erholungscharakter, der durch das in den sechziger Jahren entstandene "Wochenendgebiet" bestimmt wird. Der Ort verfügt über gut ausgebaute Wanderwege und dem zwar zur Gemarkung Großmaischeid gehörenden, aber direkt an Stebach liegenden "Stebacher Weiher", welcher im Sommer eine große Anziehungskraft auf Wanderer, Schwimmer und Angler ausübt. Zu diesem Landschaftsweiher gehört auch ein großzügig angelegtes Feuchtbiotop. Am Ort gibt es heute nur noch einen landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb. Ferner zählt die Gemeinde einige Handwerksbetriebe. Die Dorfschule wurde bereits vor dem 2. Weltkrieg geschlossen, nach dem Bau eines neuen Gebäudes im Jahre 1955 aber wieder eröffnet, um im Zuge der Schulreform im Jahre 1966 endgültig aufgelöst zu werden. Die Kinder aus Stebach besuchen heute die Grundschule in Großmaischeid, bzw. die weiterführenden Schulen in Dierdorf. Dass es in der kleinen Gemeinde sowohl einen Männergesangverein ( MGV Stebach, gegr. 1921) und einen Musikverein (MV Stebach, gegr. 1979) gibt, die beide durch ihr musikalisches Niveau auch über die nähere Umgebung hinaus bekannt sind, zeugt von dem Gemeinschaftssinn der Bevölkerung. Für weniger musikalischen Bürger bieten sich ein Carneval-Club (CCS) und für die Jugend eine Kirmesgesellschaft (KG-Stebach) an, die mit viel Engagement ihrer Vereinstätigkeit nachgehen und die Erhaltung der Dorffeste (Maskenball / Kirmes) sichern. Das Dorfgemeinschaftshaus wurde nahezu in Eigenleistung errichtet. Dies gilt ebenfalls für die Renovierung der Brunnenanlage mitten im Ort, wo das alljährliche "Brunnenfest" eröffnet wird, zu dem sich die Dorfbevölkerung gerne zusammenfindet. Als ein Hof des Frauenklosters Wülfersberg, gegründet etwa 1135, gehörte Stebach wie auch vorgenanntes Kloster zur Abtei Rommersdorf, welche 1531 den noch vorhandenen Besitz in eigene Verwaltung übernahm. Spätestens 1803 bei der Auflösung und 1820 beim Verkauf von Rommersdorf kam auch Stebach in weltliche Hände. Zeitweilig war - etwa um 1800 - 1850 - der Graf von Walderdorff Landesherr von Stebach und dem Kirchspiel Maischeid. |